Nachdem ich schon vor einiger Zeit auf einen Lenovo T500 umgestiegen bin, hatte ich unter Ubuntu Probleme mit den Grafikeinstellungen und meinem Monitor. Ich nutzte also erstmal nur Windows wobei mir Ubuntu ohnehin schon ziemlich auf die Nerven ging. Neuerung wie Unity haben es in meinen Augen nicht unbedingt besser sondern eher schlechter gemacht.
Ich entschied mich also das Ubuntu durch ein brandneues Linux Mint zu ersetzen und hatte prompt das gleiche Problem. Im Bildschirmmanager wurden gleich 2 Laptop Bildschirme und mein Monitor angezeigt. Richtig einstellen ließ sich aber nichts.
Nach kurzer Zeit im Terminal fand ich heraus, dass der Rechner offenbar mit 2 Grafikkarten ausgestattet ist. Eine AMD Karte und ein Intel Chip. Der Sinn dieser zwei Karten ist nicht doppelte Leistung zu haben sondern Energie sparen zu können. Wird weniger Grafikleistung benötigt, dann schaltet das Betriebssystem auf den Intel Chip und wird mehr Leistung benötigt, dann wird die AMD Karte angeworfen. Lange Rede, kurzer Sinn: Windows kann das, Linux nicht.
Die Frage ist jetzt also: Wie lässt sich eine Grafikkarte deaktivieren? Das geht glücklicherweise relativ leicht im BIOS. Unter Graphics lässt sich dort der Graphics Mode auswählen. Bei mir war dieser auf Umschaltung eingestellt. Mit Hinweis darauf, dass Betriebssysteme ab Windows Vista das können, alle Anderen nicht. Da ich meistens nicht viel Grafikleistung brauche dachte ich mir, ich aktiviere den Intel Chip. Der hat allerdings den Nachteil, dass er den DVI an meiner Dockingstation nicht ansprechen kann. Also doch die Stromfressende AMD Karte. Seitdem die als einzige Grafikkarte konfiguiert ist funktioniert und Linux Mint die Einstellung der Monitore problemlos.

Ich bin mal gespannt was Windows beim nächsten Bootvorgang dazu sagt. Übrigens vermute ich auch, dass selbst der Microschrott nicht richtig damit klar kommt. Auf meinem Laptop Bildschirm habe ich nämlich oft ein Flimmern bemerkt, egal ob die Frequenz auf 50Hz oder 60Hz eingestellt war. Auch die Wiedergabe im VLC ruckelte aus völlig unnachvollziehbaren Gründen. Unter Linux Mint ist das Flimmern jedenfalls weg und Videos ruckeln auch nicht mehr.

Edit: Inzwischen weiß ich, was Windows dazu sagt. Es verhält sich wie die Axt im Walde und stellt die Einstellung einfach wieder auf Switchable und damit stimmt unter Linux wieder nichts mehr. Ganz davon abgesehen, dass ein Betriebssystem in den Einstellungen des BIOS nichts verloren hat, stellt es auch noch Optionen um, die die Funktionsfähigkeit anderer System beeinträchtigen. Das ganze geschieht wahrscheinlich auch noch durch einen Lenovo Treiber, sollte sich aber ändern lassen, indem man ein (einfaches) BIOS Passwort vergiebt. Ich werde 123456 nehmen. Jetzt kann ich es auch nachsehen 😉

2 thoughts on “Lenovo T500 und Linux Mint”

  1. Will auf dem T500 auch Linux installieren. Ist Mint immer noch die 1. Wahl für dieses Gerät?

    1. Ich denke Mint wird immer noch funktionieren. Der einzige Grund aus dem ich damals Mint verwendet habe, war allerdings der Cinnamon Desktop. Mittlerweile läuft auf dem T500 bei mir Arch. Grundsätzlich wird aber auch jede andere Linux Distribution funktionieren, für die die entsprechenden Treiber verfügbar sind.
      Wenn dir Mint gefällt und du nicht wie ich das Rolling Release von Arch nutzen willst also immer noch in Ordnung.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.