Nachdem heute das Filament nach rund einer Woche Lieferzeit eingetroffen ist, konnte ich es natürlich nicht lassen ein wenig zu drucken. Bevor es losgehen konnte musste ich den Drucker natürlich erstmal vorbereiten.
Da mein Drucker (noch) nicht über ein beheiztes Druckbett verfügt, hatte ich direkt eine Rolle Blue Painters Tape mitbestellt. Drei Bahnen nebeneinander reichten auf der Glasplatte aus, um den Druckbereich abzudecken. Nach der nivellierung des Druckbetts wagte ich dann den ersten Probedruck eines Ersatzteils für den 3D Drucker. Er ging natürlich direkt Schief. Das Teil löste sich vom Druckbett ab und der Extruder nahm es mit. Auch die Veränderung der Entfernung des Druckbetts vom Extruder veränderte daran erstmal nichts. Dann griff ich zum altbewährten Haushaltsmittel: Dem Klebestift. Nach dem Auftragen haftete der Druck zwar und es ließen sich auch einige Schichten drucken, doch irgendwann fing der Extruder an durch das Bauteil zu fahren. Abgesehen davon, dass die bisherigen Schichten schon nicht sonderlich schön aussahen war der Druck natürlich wieder unbrauchbar.
Offenbar wurde durch falsche Filamenteinstellungen zu viel Filament extrudiert, was zur Folge hatte, das die Schichten tatsächlich höher waren als von Slic3r berechnet. Nach dem Anpassen der Einstellungen ließ sich der Auslöser für den Endschalter auf der Y Achse problemlos drucken. Die unteren Schichten hielten zwar nicht wie gewünscht, dies hing aber mit dem falschen Abstand des Druckbetts vom Extruder zusammen. Die Ergebnisse nach der erneuten Justierung können sich dagegen sehen lassen.
Kopien der Zahnriemenrollen für X und Y Achse sind deutlich besser als die Originale von bq geworden und das ohne eine genaue Kalibrierung oder Einarbeitung.
Wenn ich die ersten Ergebnisse meines Druckers mit vielen anderen ersten Erzeugnissen, teilweise mit beheiztem Druckbett vergleiche, dann bin ich doch ein wenig Überrascht, dass meine Ausdrucke schon jetzt mit mittlerer Auflösung besser sind als manch andere Drucke mit teureren Druckern.
Die Schrittmotortreiber sind ab Werk vorjustiert. Vermutlich lassen sich dadurch sehr leicht diese Ergebnisse erzielen. In der nächsten Zeit werde ich also noch einige Ersatzteile drucken, bis ich ein vollständiges Backup meines Druckers habe.

2 thoughts on “Und er druckt…”

  1. Auf Glasplatte war nichts, Kreppband nicht und Klebestift auch nicht. Auf was druckst du nun nach den Anpassungen?
    Was für Anpassungen hast du vorgenommen mit denen sich dann der Auslöser gut drucken ließ?

    1. Ich habe das Klebeband auf der Platte belassen und da den Klebestift drauf aufgetragen. In den letzten Tagen habe ich die Erfahrung gemacht, dass der Druck nochmal etwas besser hält, wenn der Kleber etwas angetrocknet ist. Seitdem trage ich nicht mehr jedes Mal frischen Kleber auf.
      In Slic3r selber habe ich nur die Temperatureinstellungen an mein Filament angepasst und den gcode so ergänzt, dass die Druckplattform nach dem Druck automatisch nach vorne fährt, damit ich den Druck leichter entnehmen kann.

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