Beim Aufbau einer neuen Schaltung habe ich ausnahmsweise auf eine ISP Buchse verzichtet. Aufgrund der Verwendung eines ATtiny 85-20 mit gerade einmal 8 Pins dachte ich es wird wohl kein allzu großes Problem sein den Controller lose in den Sockel zu legen und zum Programmieren auf das Steckbrett zu setzen. Dabei musste der Controller einmal um 180° gedreht werden.

Um Probleme mit der Erdung zu vermeiden, die einen ISP Programmer bei angeschlossenem Oszilloskop schonmal zerstören können, habe ich zu Spannungsversorgung der Programmierschaltung den zweiten, nicht Strombegrenzten Ausgang des Labornetzteils verwendet. Er liefert etwa 2 Ampere.

Das Programm funktionierte wieder einmal nicht so, wie es sollte, also entschied ich mich den Controller wieder auf das Steckbrett zu stecken. Nach den Änderungen am Code wollte sich der ATtiny aber einfach nicht programmieren lassen. Vielleicht sind einfach nur die Kontakte nicht richtig im Steckbrett. Chip angefasst, verdammt, der ist ja heiß. Offenbar hatte ich vergessen den ATtiny um 180° zu drehen.

Erst viel später bemerkte ich, dass da ein gelber Fleck auf dem Steckbrett war. Ich überlegte ob ich gerade in eine helle Lichtquelle geblickt hatte, dem war aber nicht so. Bei genauerer Betrachtung sah ich, dass der Kunstoff des eigentlich weißen Steckbretts nicht nur gelb an der Stelle geworden war, an dem der ATtiny saß, sondern er sich infolge der Hitzeentwicklung auch verformt hatte.

Verformung am Steckbrett infolge der Hitzeentwicklung
Verformung am Steckbrett infolge der Hitzeentwicklung

Mit einer derart häftigen Hiteentwicklung hätte ich nicht gerechnet. Ich hätte erwartet, dass die Bonddrähte im Controller viel schneller kapitulieren und so als eine Art Sicherung fungieren. Tatsächlich funktioniert der Controller heute immer noch und tut seinen Dienst zuverlässig in der Zielschaltung. Ich gehe aber auch davon aus, dass er jetzt doch etwas geschädigt ist und möglicherweise einige Funktionen nicht mehr ganz korrekt arbeiten oder er in nächster Zeit ausfällt.

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