Da ich die Festplatten aus meiner bisherigen Diskstation für meinen NAS Eigenbau weiterverwenden möchte, diese aber natürlich neu formatiert werden müssen, musste eine Lösung her, um meine bisherigen Daten zu sichern. Zwar bietet die Diskstation einen eigenen Service zum Sichern auf externen USB Festplattenn oder in der Cloud an, die Möglichkeiten funktionierten für meine Zwecke jedoch nicht. Es blieb also nur das Backup über das LAN und einen externen Rechner durchzuführen.

Auf meiner USB Festplatte wurde zwar ein Backup angelegt, dieses umfasste jedoch nicht einfach die Ordnerstruktur, sondern scheint ein Synology eigenes Backup Format zu sein. Um diese Daten hinterhier auf einem Eigenbau NAS widerherzustellen ist das natürlich ungeeignet. Eine Speicherung in der Cloud scheidet aufgrund der Datenmenge und meiner Upload Geschwindigkeit sowie Datenschutzbedenken ebenfalls aus.

Rsync ist eine grundsätzlich sehr schöne Möglichkeit. Ein Rsync Server ist auch auf einem Linux Rechner sehr schnell eingerichtet, jedoch gab es dabei mit meiner Diskstation Probleme. Nach abgeschlossener Einrichtung des Backup Tasks erhielt ich jedes Mal eine Fehlermeldung, die mir mitteilte, dass die Operation fehlgeschlagen sei und mich aufforderte mich erneut an der Diskstation anzumelden. Also nur wenig Aussagekräftig und laut Synology Forum auch schon seit DSM 3.1 bei einigen Nutzern ungelöst. Zum Glück hatte ich vor meinen Rsync Experimenten ohnehin bereits eine andere Idee. Mein eigenes NAS wird Rsync dann wahrscheinlich an Board haben und richtig funktionieren. Aber dazu später mehr.

Per FTP kopieren

Die Daten per FTP von der Diskstation zu holen klingt brachial, ist es auch. Dazu kommt, dass FTP nicht für Backup Tasks konzipiert wurde und somit ein inkrementelles Backup mit Überprüfung der Zieldatei nur schwer möglich ist. Da dies jedoch mein erster Ansatz war, und nun die einzig praktikable Lösung ist bleibt mir wohl oder übel nichts anderes übrig. Das Problem mit der fehlenden Verfikation werde ich durch zwei dedizierte Backups auf zwei unterschiedlichen Festplatten lösen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten erstellt werden. Nicht schön, aber hoffentlich ausreichend 😉

Falls der FTP Server noch nicht auf der Diskstation aktiviert ist, kann dies in den Systemeinstellungen unter Dateidiensten erfolgen. Dort muss FTP aktiviert werden. Um Probleme mit Umlauten in Dateinamen zu umgehen habe ich zudem UTF-8 erzwungen. Theoretisch müsste jedoch auch Auto genügen.

Anschließend kann die Diskstation mit einem FTP Client wie FileZilla aufgerufen werden. Ich wollte sie jedoch in meinem Linux System einhängen, um die Daten über die Kommandozeile zu sichern. Dazu habe ich das Paket curlftpfs installiert und anschließend meine Diskstation wie folgt eingehängt:

curlftpfs admin:password@diskstation /mnt/ds_backup/ -o disable_eprt

Nun kann man die Verzeichnisse auf dem Rechner, auf dem der Server eingehängt wurde mit cp oder Rsync rekursiv durchlaufen und somit eine vollständige Kopie erzeugen.

Beispiel:

cp -r /mnt/diskstation /mnt/zielfestplatte

Natürlich müssen sowohl die Diskstation, als auch die Zielfestplatte eingehängt sein. Da sich cp aber bei eingeschaltetem Papierkorb auf der Diskstation immer im Ordner #recycle verrent, und diesen solange rekursiv betritt, bis der Pfad zu lang wird, habe ich die Kopie mit Rsync durchgeführt:

rsync -av –progress /mnt/diskstation/ /mnt/zielfestplatte

Nachdem Rsync keine zufriedenstellende Geschwindigkeit erreichte, habe ich mich für eine Kopie mit FileZilla entschieden. Somit hätte ich den ganzen curlftps Kram eigentlich gar nicht gebraucht, aber immerhin mal ein netter Versuch. Da ich viele kleine Dateien habe, habe ich die gleichzeitig zu übertragenden Daten auf 10 gesetzt. Ich konnte es einfach nicht lassen das folgende GIF zu erstellen…

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